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Baulicher Brandschutz ist heute hochaktuell


Baulicher Brandschutz beinhaltet alle Maßnahmen, die geeignet sind Entstehung, Ausbreitung und Auswirkung von Bränden zu verhindern bzw. einzuschränken. Die baulichen Maßnahmen der Brandschutzverordnungen sind sehr vielfältig und erstrecken sich von den verwendeten Baustoffen und Bauteilen, über den bautechnischen Brandschutz in Industriebauten, bis zur Fluchtwegplanung und hin zu Löschanlagen in Gebäuden.

Dabei müssen bauliche Maßnahmen u.a. folgende Aspekte des Brandschutzes berücksichtigen:

  • Brandverhalten von Baustoffen
  • Feuerwiderstand der Bauteile

Die immer stärker werdende Durchdringung von Gebäuden mit Energieversorgungs-, Steuer- und Datenleitungen entspricht in vielen Fällen nicht der von der Bauaufsicht geforderten Abschnittstrennung mit Brandwänden und feuerbeständigen Geschossdecken.

Deshalb beraten wir von TRA Systembau Sie gerne zu allen Fragen des baulichen Brandschutzes. Wir erarbeiten Lösungsvorschläge. die den gesetzlichen Vorschriften entsprechen und bauen selbstverständlich auch die entsprechnenden Schutzvorrichtungen ein.

Die beiden Bilder zeigen eine von uns durchgeführte Brandschutzmaßnahme:

 

 

Das Einmaleins des baulichen Brandschutzes: Brandschutzklassen


Im Allgemeinen werden die Feuerschutzklassen F30, F60, F90 und F120 unterschieden. Ein entsprechendes Bauteil hält also – entsprechend seiner Klassifizierung – 30 Minuten bis 120 Minuten einem Feuer stand. Im Falle eines Brandes wird genügend Zeit gewonnen für die Flucht von Personen, für die Arbeit der Löschanlagen und für den Einsatz der Feuerwehr.

Um die Brandschutzklasse einzelner Bauteile zu bezeichnen, werden je nach Bauteilen sprechende Buchstaben benutzt. In der Feuerschutz-klasse F90 werden beispielsweise Brandschutzwände kurz mit W90 beziffert, Brandschutztüren mit T90, Rohrabschottungen R90, Kabel-schotts mit S90. Jedes größere Gebäude verfügt über einen von der Bauaufsicht genehmigten Brandschutzplan, der das Bauwerk in verschiedene Brandschutzabschnitte unterteilt, die i. A. durch F90-Wände voneinander getrennt werden.

Klassische Brandschutzmängel sind ungesicherte Durchbrüche für Lüftungs- oder Kabelkanäle. Verlaufen diese beispielsweise hinter einer abgehängten Decke, sowerden diese Mängel erst entdeckt, wenn spezifisch danach gesucht wird. Ein Brandschutz ist jedoch leider immer nur so gut wie seine schwächste Stelle.

 

Bildquelle: Hilti Deutschland

Brandschutzwände und -türen

Der Aufbau einer Brandschutzwand ist Vertrauenssache, da man nach Abschluss der Arbeiten optisch keinen Unterschied zu einer nicht feuer-geschützten Trennwand erkennen kann.


Wir bieten Ihnen die Montage von Leichtbautrennwänden bis zur Feuerschutzklasse W90 an, auch entsprechende Brandschutztüren gehören zu unserem Leistungsumfang. Selbstverständlich erhalten Sie jeweils eine entsprechende Fachunternehmerbescheinigung.

 

 

Brandschutzabschottungen

Jede Öffnung in einer Brandschutzwand oder -decke muss sofort geschlossen werden. Je nach Größe und Art der Öffnung gelten dabei die Vorschriften der LAR (Leitungs-Anlagen-Richtlinie je nach Bundesland) oder die bundesweit geregelten Brandschutz-bestimmungen. Die Abschottung einzelner Kabel ist der denkbar einfachste Fall einer Brandschutzabschottung. Hier schreibt die LAR lediglich das Verfüllen der Öffnung mit einem nicht brennbaren Material vor, es kann mit einfachem Mörtel gespachtelt werden.

Für komplexere Fälle existieren prinzipiell zwei unterschiedliche Systeme zur Abschottung der Öffnung: Zum einen kann intumeszierendes Material eingesetzt werden, das sich im Brandfall durch die Hitze ausdehnt und freigebrannte Öffnungen rauch- und feuerdicht verschließt. Die Alternative sind kühlende Materialien und Anstriche, die im Brandfall verhindern, dass sich die geschützten Bauteile entzünden.

Die Abschottung mehrerer gebündelter Kabel oder der Kombination von Kabeln/Kanälen / Rohren unterliegt bereits der Brandschutz-verordnung. Für die Abschottung bestehen verschiedene Möglich-keiten, beispielsweise das Verfüllen der Öffnung mit Brandschutz-kissen, der Bau eines Plattenschotts (auch Weichschott genannt) oder eines Mörtelschotts, sowie das Verfüllen mit Brandschutzschaum. Als weitere Abschottungsmöglichkeiten sind auch der Einsatz von Brandbandagen und Rohrmanschetten zu nennen. Welcher Option der Vorzug gegeben werden sollte, muss im Einzelfall geklärt werden, da viele Faktoren und Vorschriften beachtet werden müssen.

Wenn benötigte Brandschutzschotts bereits vor dem Bau einer Brandschutzwand geplant sind, empfiehlt sich die Verwendung montagefertiger Schottboxen. Diese können problemlos eingebaut und im Nachhinein mit Kabeln bestückt werden, die benötigte Brand-schutzmasse ist bereits in der Box enthalten. Selbstverständlich erhalten Sie für alle von uns ausgeführten Brandschutzarbeiten eine entsprechende Dokumentation für Ihre Unterlagen mit Fachunter-nehmerbestätigung und Übereinstimmungserklärung. Auf Wunsch fertigen wir Ihnen auch gerne Fotos der erstellten Brandschutz-abschottungen.